JETZT MIT EUREM UMWELTPROJEKT BEWERBEN!

PREISGELDER IN HÖHE VON INSGESAMT 3.000 €

Bereits zum 30. Mal wird in diesem Jahr der Zwiefalter Klosterbräu Naturfonds ausgeschrieben. Unter dem Motto „Wir schützen unsere Natur und Umwelt“ fördert der Naturfonds ehrenamtliche Umweltinitiativen in der Region.

Rund 90.000 € wurden seit 1989 an die Preisträger ausgeschüttet, auch 2018 werden wieder sechs Gewinner mit jeweils 500 € Preisgeld für ihren Einsatz belohnt.

Alle Einsendungen werden von einer unabhängigen Fachjury bewertet.

Wir sind schon gespannt auf die Vorschläge in diesem Jahr!

Welche Projekte können eingereicht werden?
Da lassen wir uns gerne überraschen! Passende Initiativen sind zum Beispiel:

  • Arbeiten für den Landschaftsschutz
  • Insektenhotel
  • Wildbienenschutz
  • Anlage und Pflege von Biotopen
  • Schutz der Wacholderheiden
  • Arbeiten an Feuchtwiesen, Tümpeln etc...
  • Pflege von Streuobstwiesen, Feldrainen und
  • Halbtrockenrasen
  • Baumpflanzaktionen etc.

Wer darf mitmachen?
Der Naturfonds fördert: Vereine, Bürgerinitiativen, Einzelpersonen, Jugendgruppen, Schulklassen etc.

Wie sind die Teilnahmebedingungen und was muss in die Bewerbung?
Die Maßnahmen müssen im Jahr 2018 durchgeführt worden sein. In der Bewerbung sollten folgende Punkte dokumentiert werden:
Vorstellung des Projektes:
  Ausführungsort   Projektbericht mit Erläuterung von Idee und Ziel   Beschreibung der Herausforderungen und der Umsetzung   Vorstellung des Ergebnisses   Erläuterung, wie das Projekt fortgeführt wird
Bebilderung:
  Aussagekräftige Digitalbilder vom fertigen Projekt   Fotos mit Vorher-Nachher-Vergleich   ggfs. Kopien von Vereins- oder Presseberichten
Zahlen und Fakten:
  Größe der gepflegten Fläche   Projektstunden in Summe   Anzahl der beteiligten Helferinnen / Helfer   Ausgaben

Wohin sollen wir die Bewerbung schicken?
Wir freuen uns auf Eure/Ihre Einsendung an:

Warum gibt es den „Zwiefalter Klosterbräu Naturfonds?“
„Ein intaktes Ökosystem hier vor der Haustüre ist für uns als regionale Privatbrauerei von höchster Wichtigkeit – gerade weil wir unsere Biere ausschließlich mit regionalen Rohstoff en brauen. Gerste, Weizen oder Brauwasser können wir nur dann aus unserer Heimat beziehen, solange die Natur dort im Gleichgewicht ist.

Viel hängt dabei von privaten, ehrenamtlichen Initiativen ab. Ihr Einsatz und ihre Leidenschaft machen vielerorts den Unterschied.

Dies haben wir schon früh erkannt und fördern mit dem Naturfonds bereits seit 30 Jahren Umweltprojekte hier vor Ort.“

Peter Baader
Geschäftsführer in sechster Familiengeneration

 
Einsendeschluss:
31. Dezember 2018

Insektenhotels, Nisthilfenlehrpfad und Trockenmauer

Preisverleihung im 29. Zwiefalter Naturfonds

Peter Baader, Geschäftsführer der Zwiefalter Klosterbräu, überreichte an sechs Vertreter der Preisgewinner Urkunden und Geldpreise für erfolgreich ausgeführte Naturschutzprojekte. Eine fachkundige Jury hatten die Projekte aus den Einsendungen ausgewählt.

Zwiefalten - Auch der 29. Wettbewerb "Zwiefalter Naturfonds" ist rege angenommen worden. Knapp 30 Naturschutzprojekte vielfältiger Art wurden mit umfangreicher Dokumentationen für den Wettbewerb eingereicht. Eine Fachjury wählte sechs herausragende Projekte aus und anerkannte den ehrenamtlichen Einsatz mit Geldpreisen, Urkunde und einer Einladung nach Zwiefalten.

"Wir schützen unsere Natur und Umwelt" sei das Aktionsmotto des 29. Zwiefalter Naturfonds, erklärte Peter Baader, Geschäftsführer der Zwiefalter Klosterbräu. In seiner Begrüßung schwärmte er für die intakte Natur und das kristallklare Wasser in Zwiefalten und zeigte sich stolz darauf "die Projekte zu leben und Nachhaltigkeit zu praktizieren". Peter Baader: "Engagement für die Natur im Ehrenamt ist Engagement mit Spaß für die Erhaltung der Natur und verdient höchste Anerkennung."

Die sechs ausgewählten Preisgewinner hatten mit kleinen Abordnungen in einer Brauereibesichtigung Einblicke in die jahrhundertealte Brautradition in Zwiefalten erhalten. Nach einem gemeinsamen Abendessen erfolgte die Vorstellung der Projekte und die Preisverleihung. Als Mitglieder der Jury fungierten Wolfgang Riedel vom Bund Naturschutz Alb-Neckar und der Naturschutzwart Rainer Ganzner.

Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Gomaringen
Biosphärengruppe Lauterach
"SOKO Steigbergsteigle"
Freundeskreis Burghofschule
Höhlenverein Blaubeuren
NABU Rißtissen
Peter Baader mit Ehrengast Dr. Gerhard Bronner (Vorsitzender Landesnaturschutzverband Baden Württemberg e.V. Stuttgart)
Die Jury (v.l.n.r): Peter Baader, Rainer Ganzner (Naturschutzwart Schwäb. Albverein Gönningen), Wolfgang Riedel (Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V.)

Große Bandbreite der Projekte

Engagierte Jugendliche der Ortsgruppe Gomaringen des Schwäbischen Albvereins hatten eine reich strukturierte Trockenmauer mit zwei Kleinklimazonen errichtet. Damit wurden wertvolle Rückzugsgebiete für viele Tiere und Pflanzen geschaffen.

Die stark engagierte "Biosphärengruppe Lauterach" hat in der Umgebung der Biosphäreninfostelle einen Nisthilfenlehrpfad angelegt. Alle Nisthilfen wurden auf insgesamt 20 Infotafeln mit Beschreibungen versehen.

In Lichtenstein haben sich ehemalige Schüler und Lehrer zu einer "SOKO Steigbergsteigle" zusammengeschlossen für das Projekt: "Öffnung einer zugewachsenen Wacholderheide". Mit dieser Maßnahme wurde die Vielfalt der Pflanzenwelt deutlich erweitert.

Der Freundeskreis Burghofschule Ofterdingen hat mit zahlreichen Jugendlichen ein "Waldrandprojekt" erarbeitet. In umfangreichen Arbeiten wurde eine Naturbeobachtungskanzel erbaut, Stein- und Holzriegel errichtet, eine Wildblumenwiese angelegt, Obstbäume gepflanzt und eine Bienen-AG aktiviert.

Ein spannendes Projekt bearbeitete der Höhlenverein Blaubeuren mit der "Erforschung und dem Schutz einer neu gefundenen Höhle". Das Erdloch wurde gesichert und bereits erste Grabarbeiten brachten neue Erkenntnisse zur Erdgeschichte und Geologie.

Auch der Nabu Rißtissen verfolgte ein originelles Projekt -"Gestaltung einer Eh-da-Fläche": Eine kleinräumige Fläche in der Ortsmitte wurde vom Kurzrasen umgewandelt in ein neues Habitat. Mit Insektenhotel, Anpflanzungen und Pflege wurde Lebensraum für viele Tiere geschaffen.

Die Projekte wurde vorgestellt und die Leistungen der Arbeitsgruppen gewürdigt. Anschließend wurde den Naturschützern eine Urkunde und ein Geldpreis überreicht. In besonderer Weise wurde der Einsatz von Jugendlichen bei Naturschutzaufgaben im Ehrenamt und die nachhaltige Pflege der Projekte gewürdigt.

 
Von Heinz Thumm